KINO: Ein Mammut-Projekt – Wiedergeburt ausgestorbener Arten
Ein Film von Herbert Ostwald
Durch Funde im aufgetauten Permafrost Sibiriens gelang es, die DNA von Mammuts zu rekonstruieren. Nun wollen Forschende den mit Mammuts verwandten Asiatischen Elefanten Gene zur Kälteresistenz einbauen. Damit sollen die bedrohten Dickhäuter in der Lage sein, in den Steppen Sibiriens dauerhaft zu überleben.
In Australien gelingt es, Bausteine des Erbguts von Beutelwölfen aus konservierten Embryos in Museen zu gewinnen. Gene des Raubtiers werden im Labor erzeugt und der verwandten Beutelmaus eingepflanzt, um dem Beutelwolf immer näher zu kommen.
Und Berliner Forschende befruchten Eizellen der letzten zwei lebenden Breitmaulnashorn-Weibchen in Afrika mit Samen verstorbener Männchen, die jahrzehntelang tiefgekühlt konserviert wurden. Mithilfe der Biotechnik soll die Art gerettet werden.
Ein amerikanisches Unternehmen aus Dallas unterstützt mit 225 Millionen Dollar Projekte auf fast allen Kontinenten, um – nach eigenen Angaben – den Naturschutz zu revolutionieren. Allerdings gibt es auch Kritik an der Wiedergeburt ausgestorbener Arten. Sind die wiederbelebten Tiere für Naturräume wirklich nützlich? Biologen befürchten, dass die Konzentration auf die Rückkehr ausgestorbener Arten von den Problemen ablenkt, die überhaupt zum Aussterben führen. Spielen da einige aus der Wissenschaft Gott – mit unabsehbaren Folgen für die Umwelt?
Weitere Informationen
Vorstellung am Mittwoch, 27.5.2026, 18:30 Uhr
Dauer des Angebots etwa 50 Minuten
Sprache: Deutsch
Herkunftsland: Deutschland
